Kurs-Fakten auf einen Blick
- Abschluss: Direktionsassistent:in mit eidg. Fachausweis (Executive Assistant, Federal Diploma of Higher Education), eidgenössisch anerkannt, NQR/EQR-Stufe der Höheren Berufsbildung.
- Dauer: 18 Monate berufsbegleitend, 3 Semester, 596 Lektionen.
- Studienmodell: Hybrid mit Aufzeichnung jeder Lektion, zwei Abende pro Woche, monatlich planbar. Standort St. Gallen, schweizweit absolvierbar.
- Kosten: CHF 15’500 Kurskosten, dazu CHF 2’500 externe Prüfungsgebühren.
- Nächster Start: jeweils im April.
- Förderung: bis zu 50 % vom Bund zurück, nach Antritt der eidg. Prüfung und unabhängig vom Ergebnis.
Der Lehrgang Direktionsassistent:in mit eidg. Fachausweis an der BVS St. Gallen dauert 18 Monate berufsbegleitend, kostet CHF 15’500 und lässt sich dank Hybrid-Unterricht und Aufzeichnung jeder Lektion schweizweit absolvieren. Eine moderne Direktionsassistenz führt Projekte, bereitet Entscheidungen vor und hält einer Geschäftsleitung den Rücken frei. Das ist längst keine reine Sekretariatsrolle mehr, sondern eine Management-Funktion mit echter Verantwortung. Wer in diese Rolle hineinwachsen will, braucht einen anerkannten Abschluss. In der Schweiz heisst dieser Abschluss: eidgenössischer Fachausweis.
Themenübersicht
- Warum ist der eidg. Fachausweis ein starker Schritt ins Management?
- Für wen passt der Lehrgang und was musst Du mitbringen?
- Wie lange dauert der Lehrgang und wie ist er aufgebaut?
- Was lernst Du im Lehrgang konkret?
- Wie läuft die eidgenössische Prüfung ab?
- Was kostet der Lehrgang und wie finanzierst Du ihn?
- Musst Du für den Lehrgang nach St. Gallen ziehen?
- Direktionsassistenz, Betriebswirtschaft HF oder Führungsfachausweis: was passt für wen?
- Wie geht es nach dem Fachausweis weiter?
- Für wen lohnt sich der Lehrgang eher nicht?
- Häufige Fragen
Warum ist der eidg. Fachausweis ein starker Schritt ins Management?
Der eidg. Fachausweis ist in der Schweiz der etablierte Beweis, dass Du auf Management-Niveau denken, kommunizieren und organisieren kannst. Der Titel «Direktionsassistent:in mit eidg. Fachausweis» ist eidgenössisch anerkannt und in der Höheren Berufsbildung angesiedelt. Die offizielle englische Übersetzung lautet Executive Assistant, Federal Diploma of Higher Education. Das zeigt, wie ernst dieser Abschluss im beruflichen Alltag genommen wird.
Als Direktionsassistent:in trägst Du Entscheidungen der Geschäftsleitung aktiv mit, bereitest sensible Personal- und Finanzdaten auf, leitest eigene Projekte und bist die Schnittstelle zwischen Fachabteilungen, externen Dienstleister:innen und Kundschaft. Weil der Abschluss eidgenössisch anerkannt ist, wirst Du national sichtbar, unabhängig davon, in welcher Branche Du arbeitest. Über den Nationalen Qualifikationsrahmen (NQR) ist Dein Abschluss zudem europäisch lesbar.
Für wen passt der Lehrgang und was musst Du mitbringen?
In der Regel steigst Du mit einem kaufmännischen Hintergrund und ersten Berufsjahren in den Lehrgang ein. Die offizielle Zulassung zur eidg. Prüfung kennt zwei Wege, von denen einer erfüllt sein muss.
Voraussetzung A: Drei Jahre kaufmännische Berufspraxis nach Kaufmann:frau EFZ, gymnasialer Maturität, Fachmaturität, Berufsmaturität oder einer gleichwertigen Qualifikation.
Voraussetzung B: Vier Jahre kaufmännische Berufspraxis nach einem EFZ einer anderen, mindestens dreijährigen Grundbildung, nach Büroassistent:in EBA, Kaufmann:frau EBA oder einer gleichwertigen Qualifikation.
Zusätzlich reichst Du ein persönliches Portfolio ein. Dieses Portfolio ist später auch die Grundlage Deiner mündlichen Prüfung und zeigt, wo Du stehst und welche Entwicklungsschritte Du in den 18 Monaten machst.
Welche Englischkenntnisse brauchst Du?
Ein Teil der eidg. Prüfung findet auf Englisch statt, und zwar auf Niveau C1. Damit Du diesen Teil souverän meisterst, sollte Dein Start-Niveau bei B2 liegen. Falls Du länger kein Englisch mehr gesprochen hast, empfiehlt die BVS einen Vorbereitungslehrgang Wirtschaftsenglisch. So startest Du nicht unter Druck, sondern mit klaren Voraussetzungen. Zur Orientierung kannst Du vorab einen Einstufungstest machen.
Wer sind die typischen Teilnehmer:innen?
Die meisten Studierenden haben ein KV hinter sich und bereits erste Jahre im Job gesammelt. Sie arbeiten in Sachbearbeitung, Administration oder Teamassistenz und wollen in eine anspruchsvollere Rolle mit mehr Verantwortung. Wenn Du Dich darin wiedererkennst, ist dieser Lehrgang Dein logischer nächster Schritt.
Wie lange dauert der Lehrgang und wie ist er aufgebaut?
Der Lehrgang dauert 18 Monate und ist auf drei Semester verteilt, alles berufsbegleitend. Insgesamt ergibt das 596 Lektionen Kontaktzeit. Der Kursstart ist jeweils im April.
Wie funktioniert das Hybrid-Modell mit Aufzeichnung?
Der Unterricht findet an zwei Abenden pro Woche statt, jeweils von 18:00 bis 21:00 Uhr: Montagabend online und Mittwochabend hybrid. Beim hybriden Format entscheidest Du pro Lektion, ob Du nach St. Gallen kommst oder Dich von zu Hause aus zuschaltest. Einzelne Lektionen können ausnahmsweise auch ausserhalb Deiner gewählten Variante stattfinden.
Jede einzelne Lektion wird aufgezeichnet. Verpasst Du einen Termin wegen einer Geschäftsreise, einer wichtigen Deadline oder weil das Leben dazwischenkommt, schaust Du die Lektion später an. Das ist der Unterschied zwischen einer Weiterbildung, die zu Deinem Job passt, und einer, die Dich ausbremst. Die Prüfungsleistungen finden immer vor Ort statt.

Was lernst Du im Lehrgang konkret?
Der Lehrgang ist in fünf Handlungskompetenz-Bereiche gegliedert, die das komplette Aufgabenfeld einer modernen Direktionsassistenz abbilden. Entwickelt werden die Kompetenzen in einem Vor- und einem Hauptkurs aus Kontaktstudium und angeleitetem Selbststudium.
Unterstützung der Führungskräfte. Du lernst, wie Du sensible Personal- und Finanzdaten aufbereitest, Sitzungen und Anlässe organisierst, die Terminplanung koordinierst und professionelle Korrespondenz sowie Texte erstellst.
Führung des eigenen Geschäftsbereichs. Du übernimmst Projektleitungen, pflegst Daten und Informationen, kommunizierst mit internen und externen Stakeholdern und stellst die Qualität von Publikationen sicher.
Führung von Teammitarbeitenden. Du entwickelst Kompetenzen in Rekrutierung, Mitarbeiterentwicklung, Konfliktlösung und Moderation. Das ist der Teil, der Dich wirklich auf Management-Niveau bringt.
Zusammenarbeit mit anderen Unternehmensbereichen. Personal, Finanzen, Recht, Marketing, Eventmanagement: Du bekommst ein breites betriebswirtschaftliches Verständnis und lernst, wie die Zahnräder eines Unternehmens ineinandergreifen.
Selbstmanagement. Arbeitstechniken, Reflexion, Netzwerkaufbau. Wer Führungskräfte entlastet, muss sich selbst führen können.
Sprachkompetenz in Deutsch und Englisch wird während des Lehrgangs integriert geprüft. Das ist praxisnah, weil Du im Job ohnehin zwischen beiden Sprachen wechselst.
Wie läuft die eidgenössische Prüfung ab?
Am Ende des Lehrgangs legst Du die eidg. Prüfung ab, sie besteht aus drei Komponenten. Die schriftlichen und mündlichen Prüfungen finden jeweils im Oktober statt.
Das persönliche Portfolio reichst Du bereits vor der mündlichen Prüfung ein. Es enthält eine Werkschau mit drei Werken aus Deiner Praxis, ein Kompetenzraster und einen Kompetenzstatus.
Die schriftlichen Prüfungen dauern insgesamt 7.5 Stunden. Du arbeitest an Aufgaben aus Führungsunterstützung und Bereichsleitung, bearbeitest einen Postkorb im Informationsmanagement und löst eine geleitete Fallarbeit zu Personalgeschäften.
Die mündlichen Prüfungen dauern 1.25 Stunden. Du durchläufst Critical Incidents und Rollenspiele und präsentierst im Fachgespräch Deine Erkenntnisse aus dem persönlichen Portfolio. Auch hier wird Englisch integriert geprüft.
Was kostet der Lehrgang und wie finanzierst Du ihn?
Die Kurskosten an der BVS betragen CHF 15’500, und nach Antritt der eidg. Prüfung erstattet Dir der Bund bis zu 50 % der Lehrgangsgebühren zurück. In den Kurskosten enthalten sind Lehrgangsgebühren (CHF 14’280), Einschreibegebühr (CHF 500) und Lehrmittel (CHF 720). Umgerechnet auf die Laufzeit entspricht das einer monatlichen Investition von rund CHF 862. Dazu kommen externe eidg. Prüfungsgebühren von CHF 2’500, die Du direkt an den Prüfungsverband zahlst.
| Position | Betrag |
|---|---|
| Lehrgangsgebühren | CHF 14’280 |
| Einschreibegebühr | CHF 500 |
| Lehrmittel und Lernunterlagen | CHF 720 |
| Kurskosten total | CHF 15’500 |
| Externe eidg. Prüfungsgebühren | CHF 2’500 |
Jetzt der wichtige Teil: der Bundesbeitrag. Weil der Lehrgang auf eine eidg. Berufsprüfung vorbereitet, erstattet Dir der Bund bis zu 50 % der anrechenbaren Lehrgangskosten im Rahmen der Subjektfinanzierung zurück. Die anrechenbaren Studiengebühren sind dabei auf maximal CHF 19’000 begrenzt. Den Antrag stellst Du nach Antritt der eidg. Prüfung beim SBFI. Und das Beste: Du musst die Prüfung dafür nicht bestehen, der Beitrag wird unabhängig vom Ergebnis ausbezahlt. Voraussetzung ist Wohnsitz in der Schweiz und die Teilnahme an einem anrechenbaren vorbereitenden Kurs. Der BVS-Lehrgang erfüllt diese Kriterien.
Unter dem Strich liegen Deine Netto-Kosten nach Bundesbeitrag also deutlich tiefer als der Brutto-Preis auf der Rechnung. Welche weiteren Möglichkeiten es gibt, klärst Du am besten im persönlichen Beratungsgespräch.

Musst Du für den Lehrgang nach St. Gallen ziehen?
Nein. Weil jede Lektion aufgezeichnet wird und der Mittwoch-Unterricht hybrid stattfindet, ist das Studium schweizweit planbar. Die BVS liegt an der Vadianstrasse 45 in St. Gallen, direkt beim Bahnhof. Das ist praktisch, wenn Du den Abend vor Ort verbringen willst. Aber nötig ist das nicht.
Auch wenn Du in Zürich arbeitest, in Luzern wohnst, in Basel pendelst, aus Chur kommst oder in Olten Station machst, besuchst Du den Lehrgang ohne Umweg. Der Montag-Abend läuft ohnehin komplett online. Am Mittwoch entscheidest Du pro Woche neu, ob Du nach St. Gallen kommst oder Dich von zu Hause zuschaltest. Die Aufzeichnung ist dabei der entscheidende Vorteil: Hast Du einen wichtigen Kunden-Termin oder bist Du nach der Arbeit einfach platt, holst Du die Lektion zeitversetzt nach.
Wichtig: Die Prüfungsleistungen finden immer vor Ort statt. Für diese Termine planst Du bewusst ein. Aber im Alltag ist das Studium so flexibel, wie Dein Berufsleben es verlangt.
Direktionsassistenz, Betriebswirtschaft HF oder Führungsfachausweis: was passt für wen?
Alle drei Wege führen weiter, unterscheiden sich aber in Profil, Dauer und nächster Stufe. Die Direktionsassistenz ist der direkteste Weg in eine Management-Assistenz mit Generalisten-Profil. Wenn Du breiter oder stärker auf Führung gehen willst, lohnt sich der Vergleich.
| Kriterium | Direktionsassistent:in eidg. FA | Dipl. Betriebswirtschafter:in HF | Führungsfachmann:frau eidg. FA |
|---|---|---|---|
| Profil | Management-Assistenz, Generalist:in | betriebswirtschaftliche:r Generalist:in | Führung und Leadership |
| Abschluss | eidg. Fachausweis | HF-Diplom | eidg. Fachausweis |
| Dauer (berufsbegleitend) | 18 Monate, 3 Semester | länger, mehrsemestrig | mehrsemestrig |
| Studienmodell | Hybrid, Aufzeichnung jeder Lektion | Hybrid, Aufzeichnung jeder Lektion | Hybrid, Aufzeichnung jeder Lektion |
| Förderung | bis 50 % Bundesbeitrag nach Antritt der eidg. Prüfung | Schulgeld über Kantonsbeiträge subventioniert | bis 50 % Bundesbeitrag nach Antritt der eidg. Prüfung |
Mehr zum HF-Weg und seiner Rendite liest Du im Beitrag Lohnt sich eine HF-Ausbildung in Betriebswirtschaft?.
Wie geht es nach dem Fachausweis weiter?
Mit dem eidg. Fachausweis positionierst Du Dich für Rollen wie Assistenz der Geschäftsleitung, Office-Management, Projektleitung oder Teamleitung im administrativen Bereich. Weil Du Generalist:in bist, öffnen sich Türen in kleinen KMU genauso wie in grossen Konzernen.
Viele Absolvent:innen wollen irgendwann noch einen Schritt weiter gehen. An der BVS ist der logische nächste Schritt ein Dipl. Betriebswirtschafter:in HF oder, wenn Dich Führung besonders interessiert, der Lehrgang Führungsfachmann:frau mit eidg. Fachausweis. Wer danach in eine strategische Kaderrolle will, schliesst später ein NDS HF an. Beide Lehrgänge bauen thematisch auf, lassen sich wieder berufsbegleitend absolvieren und halten dasselbe Hybrid-Prinzip mit Aufzeichnung jeder Lektion. Eine Fachhochschule ist je nach FH-Reglement und mit möglicher Anrechnung ebenfalls denkbar, aber nicht der naheliegendste Weg.
Für wen lohnt sich der Lehrgang eher nicht?
Der Lehrgang ist stark, aber nicht für jede Situation der richtige Weg. Eher nicht das passende Format ist er, wenn einer dieser Punkte zutrifft:
- Dir fehlt der kaufmännische Hintergrund oder die geforderte Berufspraxis – dann klärst Du im Beratungsgespräch zuerst einen passenden Vorbereitungsschritt.
- Du suchst eine rein fachspezialisierte Karriere (zum Beispiel Finanzen oder HR) statt eines Generalisten-Profils – dann ist ein themenspezifischer eidg. Fachausweis direkter.
- Du möchtest sofort eine umfassende betriebswirtschaftliche Führungsrolle – dafür ist das HF-Diplom breiter angelegt.
- Du kannst neben dem Job keine feste Lernzeit reservieren – berufsbegleitend bleibt ein realer Aufwand über 18 Monate.
Suchst Du hingegen den anerkannten Schritt von der Sachbearbeitung in eine Management-Assistenz mit Verantwortung, ist dieser Lehrgang einer der direktesten Wege dorthin. Alle Details findest Du auf der Kursseite Direktionsassistent:in mit eidg. Fachausweis.
Häufige Fragen
Der Lehrgang dauert 18 Monate und verteilt sich auf drei Semester. Insgesamt umfasst der Lehrgang 596 Lektionen. Der Unterricht findet Montag- und Mittwochabend von 18:00 bis 21:00 Uhr statt.
Die Kurskosten an der BVS betragen CHF 15’500. Dazu kommen externe eidg. Prüfungsgebühren von CHF 2’500. Weil es sich um eine Berufsprüfung mit eidg. Fachausweis handelt, erstattet Dir der Bund bis zu 50 % der anrechenbaren Lehrgangskosten zurück (anrechenbar bis maximal CHF 19’000 Studiengebühren). Den Antrag stellst Du nach Antritt der eidg. Prüfung beim SBFI, unabhängig vom Ergebnis.
In der Regel brauchst Du drei Jahre kaufmännische Berufspraxis nach einem Kaufmann:frau EFZ, einer gymnasialen, Fach- oder Berufsmaturität (Voraussetzung A). Alternativ genügen vier Jahre kaufmännische Berufspraxis nach einem anderen EFZ oder nach Büroassistent:in EBA (Voraussetzung B). Zusätzlich reichst Du ein persönliches Portfolio ein.
Ja. Jede Lektion wird aufgezeichnet und der Mittwoch-Unterricht ist hybrid, also wahlweise vor Ort oder online. Studierende aus Zürich, Luzern, Basel, Chur und Olten besuchen den Lehrgang problemlos. Nur die Prüfungsleistungen finden vor Ort in St. Gallen statt.
Ein Prüfungsteil findet auf Englisch statt, und zwar auf Niveau C1. Die BVS empfiehlt, den Lehrgang mit mindestens B2 zu starten. Falls Du länger kein Englisch mehr gesprochen hast, kannst Du vorab einen Vorbereitungslehrgang besuchen oder einen Einstufungstest machen.
Der Kursstart ist jeweils im April. Die schriftlichen und mündlichen eidg. Prüfungen finden im Oktober des Abschlussjahres statt.
